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Lesezeit: 6 Minuten

Was ist Headspace? Und wie soll die App zu einer Meditationsroutine verhelfen?

Headspace – mache Platz in deinem Kopf, so die Versprechung. Das Ziel von Headspace ist die Gesundheit und Glück in der Welt zu steigern. Durch die Nutzung von Wissenschaft und Technik soll die Mediation für jedermann von überall greifbar werden. Headspace ist mit 20 Millionen Downloads aus über 190 Ländern eine der am weitesten verbreiteten Apps für geführte Meditationen. Mehr als 550 Stunden dieser geführten Mediation stehen zum Download bereit.

In den letzten Wochen gab es wohl kaum einen Tag an dem ich nicht in irgendeiner Form mit Meditation konfrontiert wurde. Jeder spricht davon, Internet und TV sind voll damit. Headspace behauptet, mit nur 10 Minuten täglicher geführter Meditation für mehr Platz im Kopf sorgen zu können – und die meisten von uns können dies sicher gut gebrauchen. Die App soll dabei helfen, schnell und sicher zur inneren Ruhe und einem besseren Selbstgefühl zu kommen. Erfahrungen mit Meditation hatte ich bislang keine. Klar, mal in einer ruhigen Minute hier und da mal probiert auf die Atmung zu achten oder bei Youtube eine geführte Meditation probiert aber eigentlich lief es immer gleich: *zack* schon waren die Gedanken wieder an einem völlig anderen Ort.

Alle Texte werden von Andy Puddicombe gesprochen. Er und Rich Pierson sind die Erfinder der App. Andy ist ein ehemaliger buddhistischer Mönch, hat eine ausgesprochen beruhigende Stimme und angenehme Sprechgeschwindigkeit. Übrigens: Andy spricht bisher nur englisch 🙂 Das heisst, als Nutzer von Headspace sollte man zumindest Grundlagen der englischen Sprache beherrschen.

In diesen zwei kurzen Beiträgen möchte ich meine ersten Erfahrungen mit Headspace mit euch teilen und berichten, ob 10 Tage Meditation tatsächlich schon einen Unterschied machen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, Headspace nicht ganz im Alltag zu testen, sonder nutzte die ersten 10 Tage eines Urlaubs. Da ich im Urlaub morgens viel Zeit habe und sich meine Gedanken weniger um andere Dinge drehen, hoffe ich dadurch besser zu einer Routine zu finden.


Andy-Puddicombe-headspace-gruender-erfinder-sprecher
Andy Puddicombe ist der Erfinder und Gründer von Headspace und führt mit seiner sanften Stimme angenehm durch die einzelnen Sessions

1. Tag: Der Einstieg in die Meditation

Die Anmeldung bei Headspace läuft denkbar einfach. Email-Adresse eintippen, Passwort wählen, los geht’s. Die App-Oberfläche ist aufgeräumt und das Intro war nach ein paar allgemeinen Tipps zur Nutzung der App und Mediation schnell durchgeklickt. Schon startete die erste Lektion. Für die nächsten 10 Tage wollte ich die Meditation als tägliche Routine gleich nach dem Aufstehen etablieren, da dies vermutlich auch im Alltag der wahrscheinlichste Zeitpunkt wäre.

Am ersten Tag dauert die Lektion nur 3 Minuten. Da dies gleich zu Beginn angezeigt wurde, war ich noch motivierter es gleich zu probieren. Also, entspannte Sitzposition, Hände in den Schoss, Augen auf, Zuhören. . . . . .auf die Atmung achten. . . . . .die schwere des Körpers fühlen. . . . . .usw. Die ersten 3 Minuten vergingen wirklich sehr flott und waren ein angenehmer Einstieg. Ich fühlte mich natürlich noch nicht anders aber das habe ich nach nur einer Lektion auch nicht erwartet J

2. Tag: Langsam steigern…

Der zweite Tag startete mit Vorfreude auf Headspace. Das Wissen, dass eine App auf mich wartet, die ohne große Umwege direkt loslegt hob tatsächlich die Motivation. Heute war die Umgebung leider etwas unruhiger als gestern aber ich wollte es trotzdem versuchen. Vor dem eigentlichen Start kam der Hinweis, auf 5 oder 10 Minuten Meditationszeit verlängern zu können. Ich entschied mich für den kleinen Schritt auf 5 Minuten. Die angenehme Stimme wirkte wieder sehr beruhigend aber meine Gedanken glitten immer wieder zu dem Umgebungslärm, ich musste mich deutlich stärker darauf konzentrieren, immer wieder zu mir zurück zu finden. Nach 3-4 Minuten durfte ich dann auch mal kurz „bewusst“ meine Gedanken schweifen lassen. Die letzte Minute verging dann wieder angenehm schnell.

Durch geführte Meditationen soll Headspace dabei helfen, eine tägliche Routine zu entwickeln – ähnlich wie ein Trainingsplan im Fitnessstudio.

3. Tag: Die ersten 10 Minuten Meditation

Der dritte Tag. Die gleiche, etwas unruhige Umgebung wie gestern aber noch war ich voll motiviert. Im Unterschied zu gestern machte ich es mir diesmal auf einem Hocker mit einem Kissen bequem und nicht auf der Couch. Wieder wollte ich mich steigern und entschied mich deshalb für 10 Minuten. Ich hatte das Gefühl, dass ich es mit zunehmender Meditationsdauer schaffte, mich besser auf mein „inneres Ich“ zu konzentrieren und die Gedanken weniger abschweifen zu lassen. Wieder gab es nach einigen Minute eine „Pause“ zum Gedanken schweifen lassen – im Gegensatz zu gestern, nutzte ich dies aber nicht. Die 10 Minuten vergingen wirklich wie im Flug und ich freute mich auf den nächsten Tag. Andy (der Sprecher) empfiehlt am Ende immer, sich bewusst zu machen, wie man sich danach im Vergleich zu vor der Meditation fühlt. Bisher merkte ich noch keinen großen Unterschied J

4. Tag: Meditation in ruhiger Umgebung

Der vierte Tag mit Headspace startete etwas ruhiger. Immer noch im Urlaub aber weil meine Freundin noch schlief, war nicht ganz so viel Bewegung in der Wohnung. Ich entschied mich wieder für die 10 Minuten-Variante. Um meinen Zustand vorher und nachher heute bewusster vergleichen zu können, „scannte“ ich mich vor der Meditation. Danach ging es los wie die letzten Tage, ein paar tiefe Atemzüge mit offenen Augen, Augen schließen, Atmen, Fokus auf den Körper. Trotz der ruhigeren Umgebung hatte ich das Gefühl, häufiger abzudriften. Andy sagt, es kommt nicht darauf an, nicht abschweifen zu wollen, sonder vielmehr darauf die Gedanken gehen zu lassen. Er nannte einen Vergleich, den ich sehr schön finde und mir versuche vorzustellen: Meditation ist, als ob man am Rand einer Straße sitzt, auf der die Gedanken als Autos vorbeifahren. Man beobachtet den Verkehr von außen, nimmt aber nicht teil. Wieder vergingen die 10 Minuten sehr schnell – vor allem die gelegentlichen Hinweise von Andy sorgen für Kurzweil. Und fühlte ich danach einen Unterschied? Tatsächlich fühlte ich mich etwas schwerer, träger und ruhiger…vielleicht lag das aber auch nur am Sitzen an sich J Ich bin gespannt wie es weiter geht.

5. Tag: Die Hälfte liegt hinter mir

Tag Nummer Fünf mit Headspace – in der Hälfte des Tests angekommen. Vor der Meditation gab es wieder eine kleine Animation. Heute war das Thema, die Meditation nicht mit Arbeit zu vergleichen, die erledigt werden muss. Mir gefiel der Vergleich mit dem Versuch ein Pferd zu zähmen sehr gut. Auch heute habe ich wieder 10 Minuten meditiert. Die Umgebung war heute richtig, richtig laut – vor dem Fenster war eine Baustelle. Trotz des Lärms hatte ich das Gefühl, mich durch die sanfte Führung gut auf mich konzentrieren zu können. Langsam habe ich auch die Abläufe verinnerlicht. Es macht wirklich immer noch viel Spaß und ich finde es sehr interessant, dass ich es stets wieder schaffe mich zu konzentrieren – nicht zuletzt weil Andy anscheinend genau zum richtigen Zeitpunkt daran erinnert J Der vorher-nachher Vergleich endete wie die letzten Tage…so richtig eindeutig spürte ich keinen Unterschied. Aber vielleicht ist das ja auch der Sinn? Eigentlich gibt es keinen Unterschied aber man konzentriert sich auf sich selbst?!


headspace-test-app-statistik-mediation
Durch die persönliche Statistik wird man immer wieder durch Headspace motiviert am Ball zu bleiben.

Besonders motivierend fand ich die Timeline in der App…hier bekommt man nach jeder Meditation angezeigt wie lange man insgesamt schon meditiert hat, wie viele „Sitzungen“ usw. Heute kam die Meldung einer 5-Tage-Siegessträhne 🙂

So viel also zu den ersten 5 Tagen der Meditation mit Headspace. Nach der Hälfte hatte ich wirklich das Gefühl am Ball bleiben zu können und freue mich auf die kommenden 5 Tage. Meine weiteren Erfahrungen mit der 10 Tages Routine von Headspace lest ihr hier.

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